Krimibestenliste Mai 2026
Wer Krimis mag und sich bei all den Neuerscheinungen orientieren will, der wird mit der monatlich neuen Bestenliste unabhängig, gut und aktuell bedient. Hier ist die ...
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Krimibestenliste Mai 2026.
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An jedem ersten Freitag des Monats geben 18 Literaturkritiker und Krimispezialisten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz die Kriminalromane, die ihnen am besten gefallen bekannt. Die Krimibestenliste wird präsentiert von Deutschlandfunk Kultur.
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Platz 1 (Vormonat: - )
Andrew Welsh-Huggins: The Mailman
Aus dem Englischen von Werner Löcher-Lawrence
Hoffmann und Campe, 398 Seiten, 18 €
Indianapolis. Kurierfahrer Carter stellt immer persönlich zu. Daran lässt er sich auch von bewaffneten Gangstern nicht hindern. Zwei schaltet er mit dem Klemmbrett aus, dann nimmt er die Verfolgung auf. Das ist extrem spannend und sehr komisch: Wenn Jack Reacher diesen Thriller gelesen hätte – er wäre Paketbote geworden.
Image of Die große Hitze: Ein Philip-Marlowe-Roman (Ariadne)
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Platz 2 (Vormonat: - )
Denise Mina: Die große Hitze
Aus dem Englischen von Else Laudan
Ariadne/Argument, 301 Seiten, 24 €
Los Angeles. Privatdetektiv Philip Marlowe spürt eine verschwundene Millionärstochter auf. Aber: Sie will nicht zurück. Mit viel trockenem Humor und verzweifelter Melancholie wandelt Denise Mina stilsicher auf Raymond Chandlers Spuren. Und verleiht dem neuen Marlowe einen feministischen Touch.
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Platz 3 (Vormonat: 9)
Gary Victor: Erschütterungen
Aus dem Kreolischen von Peter Trier
Litradukt, 94 Seiten, 13 €
Port-au-Prince. Ein Albtraum: Inspector Azémar untersucht den Mord an der 15-jährigen Tochter seiner Freundin. Sie ist Opfer eines satanistischen Rituals geworden, die Spuren führen in die haitianische Politik. Azémar stürzt sich in einen blutigen Rachefeldzug. Gary Victors erster Krimi in kreolischer Sprache. Radikal und verzweifelt.
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Platz 4 (Vormonat: 3)
Ken Jaworowski: What about the bodies
Aus dem Englischen von Lea Dunkel
Pendragon, 319 Seiten, 24 €
»Locksburg«, Pennsylvania. In einer heruntergekommenen Kleinstadt im Rust Belt versuchen drei Menschen, sich selbst und ihren Versprechen treu zu bleiben. Dann kommen ihnen ein Gangster, ein Cop und eine Leiche in die Quere. Hoffnungsvoller Noir mit fieser Schlussnote. Skurril, spannend – und berührend.
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Platz 5 (Vormonat: - )
Helena Falke: Noch fünf Tage
Suhrkamp, 302 Seiten, 20 €
Davos. Eine superreiche Familie stirbt an vergiftetem Essen. Nur ihre Weltklasseköchin Lis Castrop überlebt zunächst. Aber in fünf Tagen wird das Gift auch sie töten. Ist Lis Täterin – oder ein Kollateralschaden? Exquisite Kulinarik trifft auf raffinierte Deduktion. Sorgsam komponierte Krimikost. Nur für Gourmets.
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Platz 6 (Vormonat: - )
Pascal Garnier: Mond gefangen in einem toten Auge
Aus dem Französischen von Michael von Killisch-Horn
Septime, 132 Seiten, 20 €
»Les Conviviales«. Eine Gated Community in Südfrankreich. Außer Martial und Odette gibt es nur zwei weitere Parteien und den Hausmeister, der Katzen mit dem Spaten erschlägt. Dann fällt der erste Schuss. Kurz, knapp, konzentriert: Pascal Garnier liefert ein böses Kammerspiel über eine brutal überalterte Gesellschaft.
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Platz 7 (Vormonat: 1)
Colin Walsh: Kala
Aus dem Englischen von Andrea O’Brien
Gutkind, 512 Seiten, 24 €
Kinlough, Irland. Nach 15 Jahren treffen sich Helen, Joe und Mush wieder und erinnern sich an den Sommer, in dem alles perfekt war – bis Kala spurlos verschwand, das strahlende Zentrum der Clique. Ein unwiderstehlicher Krimi über Teenagerzeiten und irische Verwerfungen. Verführerisch sentimental – und packend erzählt.
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Platz 8 (Vormonat: - )
Leye Adenle: Schatten der Schuld
Aus dem Englischen von Yasemin Dinçer
InterKontinental, 408 Seiten, 24,50 €
Lagos, Nigeria. Die Sexarbeiterin Funke hört mit an, wie ihr Sugardaddy ermordet wird: Das Oberhaupt einer Megachurch war in dreckige Geschäfte verwickelt. Nur die knallharte Rechtsanwältin Amaka Mbadiwe kann Funke helfen. Spannend, temporeich und direkt. Ein sehr zeitgemäßer Thriller.
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Platz 9 (Vormonat: - )
Ping Lu: Dunkle Gewässer
Aus dem Taiwanischen von Monika Lui
Drachenhaus, 264 Seiten, 26 €
Neu-Taipeh. Ein Ehepaar wird ermordet am Ufer des Tamsui-Flusses aufgefunden. Die Täterin: die Café-Angestellte Jiazhen. Ihr Motiv: Habgier. Aber ist es wirklich so einfach? True Crime aus Taiwan – poetisch und mit messerscharfem Blick: Ping Lu entwirft ein dichtes und packendes Gesellschaftspsychogramm.
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Platz 10 (Vormonat: 2)
Garry Disher: Zuflucht
Aus dem Englischen von Peter Torberg
Unionsverlag, 336 Seiten, 24 €
»Battendorf«, Australien. Diebin Grace ist auf der Flucht vor ihrer Vergangenheit. Sie fängt in einem Antiquitätengeschäft in den Adelaide Hills an und träumt von einem normalen Leben. Doch Besitzerin Erin wird von ihrem Ex bedroht. Präzise komponierter Thriller über männlichen Kontrollwahn und zwei sehr ungewöhnliche Frauen.
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Die Jury der Krimibestenliste: Kolja Mensing, Sprecher der Jury, »Deutschlandfunk Kultur« | Volker Albers, »Hamburger Abendblatt«, »Krimifestival Hamburg« | Gunter Blank, »Rolling Stone« | Wolfgang Brylla, »Crimemag« | Katrin Doerksen, »Frankfurter Allgemeine Zeitung«, »Kino-Zeit«, »Deutschlandfunk Kultur« | Hanspeter Eggenberger, »krimikritik.com« | Tobias Gohlis, »Recoil« | Fritz Göttler, »Süddeutsche Zeitung« | Jutta Günther, »krimi-frauen.de« | Sonja Hartl, »Zeilenkino«, »Deutschlandfunk Kultur«, »SWR« | Hannes Hintermeier, »Frankfurter Allgemeine Zeitung« | Alf Mayer, »Culturmag«, »Strandgut« | Marcus Müntefering, »Der Spiegel« | Ulrich Noller, »Deutschlandfunk«, »SWR«, »WDR« | Frank Rumpel, »CrimeMag« | Ingeborg Sperl, »Der Standard« | Sylvia Staude, »Frankfurter Rundschau« | Laura Theisen, »lauravoneden.de« | Maria Wiesner, »Frankfurter Allgemeine Zeitung«